05.12.2014DGB Wuppertal
DGB Wuppertal: 7 Prozent profitieren vom Mindestlohn
Das heißt: 7 Prozent der insgesamt knapp 79.000 Vollzeitbeschäftigten in Wuppertal werden von der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns profitieren.
Der DGB geht davon aus, dass bei den 28.400 sozialversicherten Teilzeitbeschäftigten in Wuppertal und insbesondere bei den 23.000 Minijobs, der Anteil derjenigen, die vom Mindestlohn profitieren werden, noch deutlich höher liegt. Regionale Angaben sind jedoch wegen mangelnder statistischer Grundlagen nicht möglich. Landesweit werden etwa zwei Drittel der Minijobberinnen und Minijobber vom Mindestlohn profitieren.
Bundesweit arbeiten deutlich mehr Frauen im Niedriglohnbereich als Männer. Dieser Trend zeigt sich auch in Wuppertal. Während rund 5 Prozent der vollzeitbeschäftigten Männer in Wuppertal brutto weniger als 1.500 Euro monatlich verdienen, liegt der Anteil der Frauen bei rund 10 Prozent.
Der DGB-Stadtverbandsvorsitzende Guido Grüning ist überzeugt, dass der gesetzliche Mindestlohn zu mehr Gerechtigkeit führen wird. „Auch die Akzeptanz bei den Unternehmen wird zunehmen, wenn sie sicher sein können, dass der Mindestlohn auch von der Konkurrenz bezahlt wird“, sagt Grüning. Wichtig sei allerdings eine wirksame Überwachung. „Einige Arbeitgeber versuchen mit allen Tricks den Mindestlohn zu umgehen. Das ist kein Kavaliersdelikt“, so der DGB-Vorsitzende. Wer gegen das Mindestlohngesetz verstoße, müsse mit Geldbußen bis zu 500.000 Euro rechnen. Wem der Mindestlohn vorenthalten werde, könne bis zu drei Jahre später Klage einreichen. Grüning weist darauf hin, dass tariflich ausgehandelte Branchen-Mindestlöhne ihre Gültigkeit behalten und nicht mit Hinweis auf den gesetzlichen Mindestlohn gekürzt werden können.
Mehr Informationen zum Mindestlohn unter www.mindestlohn.de
Bruttoarbeitsentgelt im Monat | Männer absolut | in v. H. | Frauen absolut | in v. H. | insgesamt absolut | in v. H. |
bis 1.400 € | 1.852 | 3,6 | 2.347 | 8,5 | 4.199 | 5,3 |
1.401-1.500 € | 633 | 1,2 | 649 | 2,4 | 1.282 | 1,6 |
über 1.500 € | 48.674 | 95,1 | 24.532 | 89,1 | 73.206 | 93,0 |
insgesamt | 51.159 | 100 | 27.528 | 100 | 78.687 | 100 |
Quelle: Berechnungen des DGB-Wuppertal
* Grundlage der DGB-Berechnungen: Rein rechnerisch müssten alle Vollzeitbeschäftigten, die bisher bei einer 39-Stunden-Woche und im Schnitt 4,35 Arbeitswochen weniger als 1.442 Euro brutto im Monat erhalten haben, bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro mehr verdienen. Nach der amtlichen Entgeltstatistik verdienten in Wuppertal bisher 4.199 Vollzeitbeschäftigte weniger als 1.400 Euro brutto im Monat. Bei den Arbeitgebermeldungen zur Sozialversicherung werden aber auch einmalige Zahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld, Überstundenzuschläge, Gefahrenzulagen etc. anteilig berücksichtigt. Da auch Beschäftigte im Niedriglohnbereich teils in den Genuss der genannten Zuschläge wie bei Überstunden kommen und zum Teil auch länger arbeiten, gehen die DGB-Berechnungen von einer Verdienstgrenze von 1.500 Euro brutto im Monat aus.
Weiter mit:
DGB Wuppertal: 7 Prozent profitieren vom Mindestlohn
Es ist doch nicht nachvollziehbar,das Menschen durch Ihre tägliche Arbeitsleistung,
für 8.50 Euro je Stunde, Ihre Familien satt bekommen sollen und alle Kosten der
Lebensführung tragen.
Dies ein Leben lang reicht auch nicht für eine angemessene Rente.
Hier kommt dann wieder das Sozialamt ins Spiel.
Die Politik ist nicht in der Lage hier Veränderungen vorzunehmen.
Hier mein Vorschlag zur Güte: Jeder Politiker bekommt ab sofort 8.50 Euro Brutto die er
nachweislich gearbeitet hat.
Auch hier sollte er als Vorbild vorangehen und beweisen das man von 8.50 Euro je Stunde auch seinen Lebensunterhalt bestreiten kann.