02.11.2015KBW
Deportiert ins Ghetto Lodz
Im Oktober 1941 begann die systematische Deportation der jüdischen Bevölkerung aus dem Westen des Deutschen Reiches. Das war der Auftakt zum Holocaust, dem Mord an den Juden in Europa. Am 22. und am 30. Oktober wurden über Köln, am 27. Oktober über Düsseldorf insgesamt 3.014 Menschen aus dem Rheinland in das Ghetto Litzmannstadt im besetzten Łódź deportiert. Die meisten wurden in Vernichtungslagern ermordet oder starben im Ghetto an den Arbeits- und Lebensbedingungen.
Auch aus Wuppertal, Remscheid und Solingen wurden am 26. Oktober 1941 insgesamt 200 Menschen vom Bahnhof Steinbeck aus deportiert. Von ihnen überlebte niemand.
Welche Erfahrungen mussten diese Menschen machen? Wie sah der Alltag in diesem nach Warschau zweitgrößten Ghetto des Deutschen Reiches aus?
Historikerinnen der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und des Kölner NS-Dokumentationszentrums sind den Spuren dieser Deportierten gefolgt und haben Fotografien, Briefe und zahllose Dokumente zusammengetragen.
Vernissage 9. November 2015, 18:00 Uhr
Zur Eröffnung spricht Renate Inow (London); ihre Eltern wurden in das Ghetto Litzmannstadt deportiert und haben nicht überlebt.
Mo., 09.11.15, 18:00 Uhr, Sparkassenforum der Stadtsparkasse Wuppertal, Islandufer 15, 42103 Wuppertal
Eine Ausstellung und Veranstaltungsreihe der Begegnungsstätte Alte Synagoge in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid und der Stadtsparkasse Wuppertal
Öffnungszeiten der Ausstellung: Mo., Mi., Fr. 8:45 – 16:00 Uhr; Di. u. Do. 8:45 – 19:00 Uhr.
Weitere Informationen zum Rahmenprogramm der Ausstellung finden Sie unter www.alte-synagoge-wuppertal.de.
Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Katja Schettler, Mitarbeiterin des Katholischen Bildungswerks Wuppertal/Solingen/Remscheid, zur Verfügung: Tel: 0202 49583-17, E-Mail: schettler@bildungswerk-wuppertal.de
Weiter mit:
Kommentare
Neuen Kommentar verfassen