Zu keiner Zeit Gefahr für Fahrgäste oder Passanten
Das ist in fünf Jahren Wasserstoff-Busbetrieb in Wuppertal der erste Vorfall dieser Art. Die WSW betonen: Zu keiner Zeit bestand eine Gefahr für Fahrgäste oder Passanten.
Der Wasserstoffbus der Linie 622 musste gegen 15:30 Uhr an der Morianstraße anhalten, nachdem der Fahrer über das Diagnosesystem im Bus eine Fehlermeldung erhalten hatte. Das System wies darauf hin, dass es zu Wasserstoffverlust gekommen sei. Er informierte umgehend die WSW-Leitstelle, die in Rücksprache mit der Werkstatt sofortige Maßnahmen einleitete.
WSW-Fachleute waren schnell vor Ort und haben das Fahrzeug untersucht und festgestellt, dass sehr kleine Mengen Wasserstoff austreten, wenn die Zündung eingeschaltet ist. Bei ausgeschalteter Zündung trat kein Wasserstoff aus.
Die Polizei sperrte die Morianstraße, während die erfahrenen Fachexperten der WSW und Einsatzkräfte der Feuerwehr den Bus überprüften. Nach Anordnung der Feuerwehr wurde das Fahrzeug schließlich unter Begleitung von Polizei und Feuerwehr zur WSW-Werkstatt auf den Betriebshof Nächstebreck abgeschleppt. Die Sperrung der Morianstraße konnte um 17:51 Uhr aufgehoben werden. Währenddessen wurden elf Buslinien über „Am Wunderbau“ umgeleitet.
Zu keiner Zeit bestand Gefahr für Fahrgäste oder die Bevölkerung, so die WSW. Weder während der Fahrt, noch beim Parken an der Bushaltestelle oder beim Abschleppen in den Betriebshof Nächstebreck.
Die Sicherheitssysteme des Busses funktionierten einwandfrei und meldeten die Störung frühzeitig. Der Bus wurde umgehend abgestellt und die Fahrgäste aus dem Fahrzeug gebeten. Nach dem Abschalten der Zündung trat kein Wasserstoff mehr aus. Zudem verflüchtigt sich Wasserstoff schnell nach oben in die Luft, sodass in diesem Fall nur in unmittelbarer Nähe des Wasserstoffsystems im Dach ein sehr geringes Gefährdungspotenzial bestand.
Die großräumigen Sperrungen und die Eskorte des Busses durch Polizei und Feuerwehr dienten der maximalen Sicherheit. Da Wasserstofftechnologie im öffentlichen Nahverkehr noch relativ neu ist, wurden vorsorglich weitreichende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. In einer unklaren Situation ist es entscheidend, frühzeitig umfassende Maßnahmen einzuleiten.
Wasserstoff ist sichere Antriebsart
Gleichzeitig ist es wichtig, zu betonen, dass der Wasserstoff-Antrieb für Autos und Busse sicher ist und kein größeres Gefahrenpotenzial bietet als andere Antriebsarten.
Wasserstoff ist zwar ein leicht entzündliches Gas, doch das Risiko einer Explosion ist äußerst gering, da Wasserstoff schnell aufsteigt und sich in der Luft verteilt. Und die Wasserstofftanks am Dach des Busses angebracht sind. Dazu kommt: Die Wasserstoffbusse der WSW sind mit hoch-modernen Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet, die das Risiko auf ein Minimum senken. Dazu gehören sehr robuste Tanks, die hohem Druck standhalten, sowie Systeme, um jedes noch so kleine Leck zu erkennen und sofort zu melden.
Die WSW werden den Vorfall detailliert untersuchen. Es handelt sich um einen Einzelfall – in über fünf Jahren Betrieb von Wasserstoffbussen bei den WSW ist dies der erste Vorfall dieser Art. Der Betrieb der restlichen Wasserstoffbusflotte wird dadurch nicht beeinflusst.
Quelle: WSW
Weiter mit:
Kommentare
Neuen Kommentar verfassen