GRÜNE: Mehr Sicherheit auf Bürgersteigen durch Schrägbordsteine

Morgen befasst sich der Verkehrsausschuss mit einem Antrag, dass bei Gehwegüberfahrten neue Schrägbordsteine verwenden werden sollen.

Timo Schmidt, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion:

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„Wir freuen uns, dass die Fraktionen SPD und Linkes Bündnis unserer Initiative beigetreten sind und der Antrag gemeinsam gestellt werden konnte. Bisher wird der Bordstein bei Grundstückszufahrten abgesenkt, zukünftig sollen stattdessen neue Schrägbordsteine genutzt werden. Die Erfahrung zeigt, dass steilere Zufahrten dazu führen, dass PKW langsamer fahren. Der Straßenraum wird insgesamt klarer zwischen Gehweg und KFZ-Verkehrsfläche differenziert, das ist gerade für seheingeschränkte Menschen sehr vorteilhaft. Hinzu kommt der psychologische Effekt, dass der KFZ Verkehrs sich auf das Höhenniveau des Fußverkehrs begibt. Es gibt außerdem ein Sicherheitsgefühl durch die Klarere Abtrennung von KFZ und Fußbereich. Sehbehinderte Menschen können die Kante besser erkennen, weil dadurch ein hoher Bordstein erhalten bleibt und die Kante deutlicher zu erkennen ist. Aber auch für Menschen, die sich mit einem Stock orientieren müssen, hilft es, da sie sich immer mit dem Stock an der Kante orientieren können. Ein durchgehend hoher Bordstein ist mit der Hilfe leichter zu erkennen und sorgt dafür, dass die kannte leichter zu erkennen ist. Im Verkehrsausschuss am Mittwoch bitten wir die Verwaltung um Prüfung der Schrägbordsteine in Bezug auf Kosten, Vor- und Nachteile sowie zur Entwässerung und soll die Ergebnisse zur nächsten Sitzung vorlegen. Wir erhoffen uns eine Verbesserung für zu Fuß Gehende.“

Rainer Widmann, GRÜNES Mitglied im Verkehrsausschuss:

„Wir gehen schon jetzt davon aus, dass die Vorteile überwiegen werden. Schrägbordsteine bieten einen erhöhten Komfort und mehr Sicherheit für zu Fuß Gehende. Zum Beispiel bieten sie eine bessere Zugänglichkeit durch einen sanfteren und fließenderen Übergang zwischen Straße und Grundstück, der für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und Kinderwagen vorteilhaft ist. Die sanftere Neigung kann auch das Risiko von Stürzen verringern. Auch bei der Wasserableitung kann die Neigung dazu führen, dass Regenwasser besser abfließt. Vor allem für Menschen mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Rollator wären Gehwege leichter und komfortabler zu begehen, wenn sie keine zu große Querneigung hatten, wie das leider oft bei schmalen Gehwegen an Grundstücksausfahrten der Fall ist. Auch die Kosten werden eher geringer sein, wenn nur ein veränderter Bordstein eingebaut werden muss und nicht der ganz Gehwegbereich umgebaut und angeschrägt werden muss. Wir sehen bei einer solchen Lösung nur Vorteile und sind gespannt auf die Diskussion im Verkehrsausschuss.“

 

Anlage: Der Antrag im Wortlaut.

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