Grundsteuer B: Nicht zu Lasten der Mieter*innen
„Die Ratsmehrheit hatte im vergangenen Jahr dem Vorschlag des Kämmerers zugestimmt. In die Neuberechnungen werden Wohnimmobilien insgesamt betrachtet eher höher und Gewerbeimmobilien eher günstiger besteuert als früher. Das trifft über die Umlage in die Nebenkosten vor allem Mieter*innen mit kleineren Einkommen. Die Zustimmung zu diesem Grundsteuermodell, verschärft die soziale Schieflage in unserer Stadt“, so fasst Gerd-Peter Zielezinski Vorsitzender der Fraktion Linkes Bündnis Wuppertal, die Kritik und Ablehnung seiner Fraktion an diesem Berechnungsmodell zusammen.
Die Landesregierung hatte den Kommunen eigentlich ermöglicht, mit differenzierten Hebesätzen für sogenannte Wohngrundstücke und Nicht-Wohngrundstücken die Belastungen den Verhältnissen vor Ort anzupassen; dies hätte keine Auswirkungen auf das Gesamtvolumen der Grundsteuereinnahmen der Stadt gehabt.
„Dass nun die CDU nach den Auswirkungen der einheitlichen Hebesätze fragt, empfindet unsere Fraktion als unaufrichtig. Sie hatte sich ja gegen die Vorteile ausgesprochen, die mit einer differenzierten Besteuerung einhergehen: Die Besteuerung unbebauter Grundstücke würde in diesem Fall steigen, was einen Anreiz schaffen könnte, Immobilien-Eigentümer für Bebauung zu interessieren. Die Einnahmen aus Mietwohnungs-Grundstücken würden sinken, was zu einer wesentlichen Entlastung der Mieter*innen bei den Nebenkosten führen könnte“, führt Zielezinski aus.

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